Öffnungszeiten

Mo10.00 - 12.00 Uhr
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Di10.00 - 12.00 Uhr
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Migeschlossen
Do10.00 - 12.00 Uhr
 13.00 - 15.00 Uhr
Fr10.00 - 12.00 Uhr
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Hier erscheint im monatlichen Intervall ein von mir persönlicher Tipp aus der Medienvielfalt der Stadtbibliothek Kölleda. Von DVD`s über Kinderliteratur bis hin zu Romanen.

April 2021 -„Kein Netz“ (Hajo Schumacher)

„Kein Netz? Ach du Schreck! Kennen Sie diesen Moment, wenn die Panik kommt wie eine Monsterwelle? Was soll das heißen: kein Netz? Hektisches Klopfen auf die Tasten. Verbindung checken. Aus. Ein. Hilft alles nichts. Kein Netz.“

Nur allzu ungern gebe ich zu, wie gut ich dieses Gefühl kenne. Wie sich Panik ausbreitet, weil das heilige Smartphone nicht wie gewohnt funktioniert. Aber warum ist das so? Wie konnte es dazu kommen?

Hajo Schumacher geht in seinem Buch „Kein Netz. Geld, Zeit, Laune, Liebe – wie wir unser wirkliches Leben zurückerobern.“ genau auf die sich mir stellende Frage ein. In drei Abschnitten beleuchtet er zu erst einmal das Thema „Internet“ mit interessanten und wissenswerten Fakten und zeigt zum Ende hin, verschiedene Wege sich der digitalen Welt wieder ein Stück weit entziehen zu können. Er nennt es eine „Anleitung zum digitalen Ungehorsam“. In seinen Worten steckt viel Witz & Ehrlichkeit und durch diese fühlte ich mich verstanden und abgeholt. Wer sich also noch in den ersten Zeilen wieder erkennt – ich hätte da einen Buchtipp für Sie.

März 2021 -„Du nanntest mich Teufelskind“  (Victoria Spry)

„Ich möchte, dass Sie Ihre Augen schließen und sich in eine imaginäre Welt versetzen. Stellen Sie sich eine Realität vor, in der alles nicht so ist, wie es erscheint. In der Spielzeug nicht zum Spielen da ist. In der liebevolle Eltern ein Traum bleiben. In der ein Hilferuf so ziemlich das Gefährlichste ist, was man tun kann. Willkommen in meiner Welt.“

Schon allein die ersten Prologzeilen des Buches „Du nanntest mich Teufelskind“ von Victoria Spry ließen mich erschaudern. Und ich kann versichern, es wird nicht besser und dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Victoria Spry schildert, in diesem grausamen Tatsachenbericht, ihr bisheriges Leben bei der sadistischen Adoptivmutter Eunice Spry. Ihre Geschichte wurde in drei Teile untergliedert und trotz furchtbarem Inhalt in einer angenehmen literarischen Sprache verfasst. Der erste Teil ließ mich fassungslos und bis ins Mark erschüttert verstummen. Das Ausmaß ihrer körperlichen und seelischen Qualen ist unvorstellbar grausam. Nach 18 Jahren gelingt ihr endlich die Flucht und ich fieberte bei dieser unheimlich mit ihr mit. Im dritten Teil beschreibt Victroia Spry den Prozess gegen ihre Adoptivmutter und den daran anschließenden Weg durch ihr nun neues Leben. Mit andauernder Behandlung ihrer körperlichen und seelischen Schäden könnte man am Ende des Buches sogar ein Happy End vermuten.

„So, und jetzt möchte ich, dass Sie Ihre Augen schließen und sich in eine imaginäre Welt versetzen. Stellen Sie sich vor, wie ich den Fotoapparat vor mein Gesicht halte und einen Schnappschuss von meiner Familie mache. Willkommen in meiner Welt.“

Februar 2021 – „Das perfekte Geheimnis“

Pssst…ich habe da einen neuen Geheimtipp für einen gemütlichen Couchabend parat.

„Das perfekte Geheimnis“ ist ein Remake des italienischen Kinofilms „Perfetti Sconosciuti“ und wurde bereits in zahlreichen Ländern neu verfilmt. Das nun deutsche Remake, ich muss gestehen, habe ich mir jetzt schon mehrfach angeschaut. Ich finde dieser Film vereint lustiges, herzliches, spannendes und dramatisches, daher kann ich ihn nur wärmstens empfehlen. Doch worum geht es nun eigentlich und was soll dieses perfekte Geheimnis sein? Lassen Sie es mich mal so sagen, wenn sich ein paar alte Schulfreunde zu einem gemütlichen Abendessen treffen, dann ist es keine gute Idee, sämtliche auf den Smartphones eingehenden Nachrichten und Anrufe für alle anwesenden zu enthüllen. Denn wie Sie sich nun schon sicher denken können, bleibt es hierbei nicht nur bei einem perfekten Geheimnis, welches somit gelüftet wird. Nur noch so viel will ich verraten, schauspielerisch wurde dieser Film wirklich super besetzt und es macht fast schon Spaß die verschiedenen Offenbarungen mitzuerleben.

Januar 2021 – „Happy – das Buch vom Glück des Moments“ (Nicola Edwards)

Kommt es nur mir so vor oder vergehen die Jahre wie im Flug? Irgendwie ist alles so schnelllebig geworden. Umso bedeutsamer ist es, den Momenten und Augenblicken wieder mehr Bedeutung zu schenken. „Leben, das bedeutet auch Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, das bedeutet, die Welt um uns herum zu beobachten und zu spüren.“ so heißt es im wunderschönem Kinderbuch „Happy – das Buch vom Glück des Moments“ von Nicola Edwards. Traumhaft illustriert ist dieses kleine poetische Buch nicht nur für Kinder, sondern auch gleichermaßen für deren VorleserInnen geeignet. Es beinhaltet ganz viele kleine und kostbare Hinweise, das vermeintlich Alltägliche wieder bewusst wahrnehmen zu können. Ich selbst schaue mir dieses Buch immer wieder und gern an.

Dezember 2020 – „Ich seh den Baum noch fallen“ (Renate Bergmann)

Wer kennt sie nicht – die liebenswert lustige Online-Omi, Renate Bergmann. Mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten hat sie unser Herz im Sturm erobert. Genauso liebenswert lustig ist auch wieder „ihr“ Weihnachtsbüchlein „Ich seh den Baum noch fallen“. Es tut unheimlich gut etwas leichtes und Heiteres über die mir liebste Zeit des Jahres zu lesen. In diesem kleinen Buch gibt es fünf herrlich witzige Kurzgeschichten rund um den Jahreswechsel und seine Feierlichkeiten. „Haben Se viel Vergnügen beim Lesen.“, so wünscht es Renate Bergmann ihren LeserInnen und ich kann Ihnen versprechen, dieses Vergnügen werden Sie haben.

Ich wünsche Ihnen trotz allem eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen wohlbehaltenen Jahreswechsel und wie Renate Bergmann mir schon aus der Seele spricht: „Weihnachten ist doch der Höhepunkt des Jahres, das müssen Se zugeben.“

November 2020 – „Schutz vor Infektionen“ (Ruediger Dahlke)

Aus derzeitigem Anlass (diese Phrase hört & liest man momentan eigentlich auch ständig) gibt es nun dieses aktuelle Buch im Bestand der Bibliothek. „Schutz vor Infektionen, Immunkraft steigern – natürlich und nachhaltig (Unter besonderer Berücksichtigung von Covid-19 und Impfproblematik) von Ruediger Dahlke, geht mit dieser nicht ganz einfachen Thematik sehr angenehm um. Der erste Teil des Buches behandelt die generellen Möglichkeiten, seine Immunkraft zu steigern. Darunter fallen so viele Beispiele, welche wir in unserem Alltag ganz leicht anwenden können.

Fortführend werden die Corona-Krise, Covid-19 und dementsprechend auch wertvolle Tipps beleuchtet, um das Beste aus der momentanen Situation machen zu können. Gerade was die Stärkung meiner Immunkraft betrifft habe ich viel aus diesem Buch für mich herausziehen und einen neuen Blick auf die Problematik erhalten können.

Oktober 2020 – „Mein Date mit der Welt“ (Waltraud Hable)

Auf der Suche nach ein bisschen Urlaubslektüre stieß ich auf dieses leuchtend fröhliche Buchcover mit dem Titel „Mein Date mit der Welt – eine Frau, eine Weltreise, ein Plan“, ja das klingt doch interessant. Ihre Widmung hat mich dann aber völlig überzeugt, es mit in meinen Koffer zu packen. „Dieses Buch ist all jenen gewidmet die zögern. Die Welt wartet – und sie hat die schönsten Momente mit im Gepäck“. Schon nach den ersten Seiten hatte mich diese Frau mit ihrer amüsanten und ehrlichen Art in den Bann gezogen. Gerade in dieser aktuellen Zeit, in der das Reisen nicht wie gewohnt möglich ist, war ich ganz gespannt darauf was wohl beim nächsten Reiseziel passiert. Vom Warten auf den Sonnenaufgang auf Hawaii, über viele Spinnen im tansanischen Zimmer bis hin zu den besten frittierten Shrimps in Myanmar. Dieses Buch von Waltraud Hable ist voller Mut, Witz (ich musste so oft schmunzeln & auflachen), Wahrheit, hilfreichen Tipps (sollte man eine Weltreise wagen wollen) und Selbstliebe. Für mich ganz klar, ein fesselnder Abenteuerroman zum Weiterempfehlen.

September 2020 – „Kochen für Faultiere“ (Jan-Philipp Cleusters)

Schande über mein Haupt – aber ich bin beim Kochen leider nicht ganz so kreativ wie ich es selbst gern wäre. Manchmal fehlt mir dazu bedauerlicherweise einfach die Zeit und Geduld. Umso schöner war es für mich, als mir das Buch „Kochen für Faultiere“ von Jan-Philipp Cleusters in die Hände fiel. In diesem Kochbuch lautet das Motto: „In 8 Minuten gesund und frisch gekocht.“. Moment, verstehe ich das richtig? Ich schaffe es in nur 8 Minuten ein leckeres und vor allem frisches Essen zuzubereiten? Das muss ich wirklich mal genauer unter die Lupe nehmen. Gesagt, getan und ich bin begeistert. In diesem Kochbuch gibt so viele schöne Rezepte, teilweise „einfache“ Speisen kreativ umgesetzt, wie beispielsweise „Healthy Bread Omlette“, „Superfruit-Bowl mit Granola“, „frische Salbei-Ravioli“ oder „die schnellste Bolognese aller Zeiten“. Nicht alle Rezepte schafft man tatsächlich in 8 Minuten, aber in durchaus kurzer Zeit und mit wenig Zutaten. Ich kann dieses Kochbuch jedem ans Herz legen, dem es auch mitunter so geht wie mir – wenn das innere Faultier gelegentlich stärker ist als man es selbst möchte.

August 2020 – „Thüringentod“ (Julia Bruns)

Ich liebe Krimis – das ist kein Geheimnis. Deshalb schnappte ich mir als Sommerlektüre mal etwas kriminelles aus meiner Heimatstadt. „Thüringentod“ von Julia Bruns handelt vom im vergangenen Jahr stattgefunden Thüringentag in Sömmerda. Gern erinnere ich mich an dieses Wochenende zurück. In diesem Krimi geht der Thüringentag jedoch nicht sonderlich gut aus. Nahe der Unstrut wird eine tote Frau aufgefunden, welche nach dreißig Jahren erstmals an diesem Wochenende in ihre Heimat zurückkehrte. Dieser Mord schreit also förmlich nach einem Geheimnis, welches gelüftet werden will. Das herrlich amüsante Ermittlerpaar habe ich sofort ins Herz geschlossen, beim Erkennen von Sömmerdaer Details schmunzeln können und bei der Auflösung des spannenden Krimis mitgefiebert.

Juli 2020 – „Der Wolkenkratzer schwingt die Bürste“ (Hubert Schirneck)

Ja, ich gebe es zu, mein Humor ist hier voll auf seine Kosten gekommen. Jede einzelne Seite brachte mich zum Schmunzeln und Kichern. Hubert Schirneck hat mit seinem Buch „Der Wolkenkratzer schwingt die Bürste“ nicht nur herrlich komischen Lesestoff für Kinder, sondern auch für deren Vorleser geschaffen.

Ich hatte mir zuvor auch keinerlei Gedanken gemacht, was für schräge „Berufe“ es doch gibt. Denn haben Sie schonmal genauer hinterfragt, was z.B. ein Wolkenkratzer, ein Zitronenfalter, ein Seeräuber oder ein Mitesser den ganzen Tag beruflich zu erledigen hat? Jegliche kleine Geschichte zu den verschiedensten „Berufen“ wurde mit total lustigen Details illustriert, es gibt auf jeder Seite wirklich so viel für jedermann zu entdecken. So wurde Hubert Schirnecks witzige und anschauliche Sprache wunderbar umrahmt.

Juni 2020 – „Bohemian Rhapsody“

Der Film „Bohemian Rhapsody“ setzt das Startsignal. Ich habe es jetzt erst geschafft, diesen wunderbaren Film zu schauen und bin immer noch hin und weg. Selten habe ich das Gefühl einen Film im Anschluss unbedingt noch einmal anschauen zu wollen. Bohemian Rhapsody ist eine grandiose Hommage an die Rockband Queen, ihre einzigartige Musik und ihren außergewöhnlichen Leadsänger Freddie Mercury.