Öffnungszeiten

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Hier erscheint im monatlichen Intervall ein von mir persönlicher Tipp aus der Medienvielfalt der Stadtbibliothek Kölleda. Von DVD`s über Kinderliteratur bis hin zu Romanen.

April 2022 – „Der Wal der immer mehr wollte“ (Rachel Bright)

Was erfüllt unser Leben eigentlich mit Zufriedenheit & Wohlbefinden? Was macht uns so richtig glücklich?

Diese Fragen beschäftigen auch den sanftmütigen Riesen des Meeres – Wal Wendelin, in dem Kinderbuch „Der Wal der immer mehr wollte“ von Rachel Bright. Einsam und allein zieht er seine Bahnen durch den großen Ozean, immer auf der Suche nach neuen funkelnden Schätzen. Denn solche tollen Schätze machen doch glücklich, oder nicht? Zumindest anfangs ist Wendelin von ihnen ganz hin und weg, dann jedoch verlieren sie schnell ihren Reiz und er begibt sich erneut auf die Suche. Unzufrieden und traurig schwimmt Wendelin ziellos umher, bis er auf ein Riff stößt. Durch die kleine Krabbe Krissy erinnert er sich wieder, dass kein Schatz sein Herz so erfüllt, wie Freundschaft & Verbundenheit.

Diese Geschichte erinnert uns, egal ob groß oder klein, mal wieder daran, was im Leben wirklich wichtig ist.

März 2022 – „Mädchen aus dem Moor“ (S.K. Tremayne)

Ich muss gestehen…ich liebe sie ja – diese Geschichten die einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen, die einen gruseln und fesseln bis zum Schluss.

S.K. Tremayne hätte für sein Buch „Mädchen aus dem Moor“ auch keinen besseren & mystischeren Handlungsort als das Dartmoor im Süden Englands auswählen können. Schon allein das verleiht der Geschichte den bestimmten Gruseltouch, aber natürlich tut dies auch die Story selbst.

Es geht um Kath, die sich durch einen Autounfall nicht mehr an den Vorfall selbst, geschweige denn an die Woche davor erinnern kann. Ihre Familie verhält sich seltsam und das Familienleben scheint irgendwie gar nicht so glücklich wie sie es in Erinnerung hatte. Langsam beschleicht sie das Gefühl, dass etwas absolut nicht stimmt, vor allem als ihre Tochter vermehrt im nächtlichen, nebligen Moor etwas Bedrohliches zu sehen glaubt.

Dieses Buch ist durchgehend spannend, gruselig und rätselhaft und überraschte mich mehrfach mit unerwarteten Wendungen. Ich habe es wirklich kaum aus der Hand legen können.

Februar 2022 – „52 kleine & große Eskapaden – Kraft tanken und Ruhe finden“

Es passiert wirklich zu schnell…ehe man sich‘s versieht, ist man schon wieder voll im Alltagsstress angekommen! Da sehnt man sich doch erneut nach Augenblicken, in denen man seine Seele baumeln lassen und Kraft tanken kann. So zumindest geht es mir und deshalb liebe ich auch diese kleinen Kurzurlaube so sehr. Wie gut, dass Deutschland auch dafür einige schöne Ecken zu bieten hat.

Für all diejenigen, denen es ähnlich geht und sich gern mal wieder für neue Reiseziele inspirieren lassen wollen, ich hätte da etwas feines aus der Reihe „Ab nach draußen!“ parat. Schon allein das Buchcover verspricht gutes. „52 kleine & große Eskapaden – Kraft tanken und Ruhe finden“ so der Titel des etwas anderen Reiseführers, denn hier geht es insbesondere um die stillen Orte in Deutschland. In drei Kapiteln werden im Norden, im Herzen und im Süden Deutschlands 52 verschiedene Möglichkeiten für Mini-Urlaube zum Kraft tanken bildlich und textlich total schön dargestellt.

Januar 2022 – „Dem Horizont so nah“ (Jessica Koch)

Die große Liebe, geht nicht selten auch mit Schmerzen einher. In diesem Buch jedoch, ist die größte Liebe & der größte Schmerz miteinander vereint und unausweichlich. Und dann ist das Ganze auch noch nach einer wahren Geschichte…also wieder einmal Taschentuchalarm. War zumindest bei mir so.

Aber erstmal zum schönen Teil, die Liebe zwischen Jessica und Danny. Jessica steht, wie man so schön sagt, in der Blüte ihres Lebens und hat eine vielversprechende Zukunft vor sich. Ganz im Gegensatz dazu ist Danny zutiefst traumatisiert und kämpft förmlich um ein normales Leben. Es könnte also nicht widersprüchlicher sein. Dennoch finden sich die beiden und in ihren Gegensätzen entwickelt sich innige Unterstützung und Zuneigung. Doch ein Geheimnis lastet schwer auf Dannys Schultern und schwebt eine Zeit lang dunkel über der noch so frischen Liebe. Wie ich schon erwähnt habe, ist ein großer Schmerz in dieser Geschichte leider unausweichlich. Dannys Zukunft ist ebenso düster wie seine Vergangenheit und leider endgültig. Ab dieser Wendung musste ich mir dann Taschentücher bereithalten.

Dezember 2021 – „Der Sorgosaurus“ (Rachel Bright)

Diesmal gibt es so kurz vor Weihnachten ein Buch, dessen Inhalt wir uns alle wieder ins Gedächtnis rufen können. Sowohl für klein als auch für Groß. Ich selbst lasse mich auch sehr gern viel zu schnell von meinen Sorgen und Ängsten blockieren.

Dem kleinen „Sorgosaurus“ von Rachel Bright geht es da ganz ähnlich. Er macht sich auf den Weg zu einem tollen Tagesausflug doch plötzlich verdunkelt es sich um ihn herum, denn die ersten Sorgen tauchen auf. Er macht sich Gedanken über seine ausreichende Verpflegung, das Wetter und will sich nur noch verkriechen. Doch dann erinnert er sich an seinen Mut und begegnet mit diesem seinen Ängsten.

Wunderschön illustriert ist es eine warmherzige Mutmach-Geschichte für alle, die sich manchmal ein bisschen zu viel Sorgen machen.

November 2021 – „Höllental“ (Andreas Winkelmann)

So. Nach all den bisherigen Bibotipps, will ich mal ein Buch aus meinem Lieblingsgenre und von einem meiner liebsten Autoren weiterempfehlen. „Winkelmann macht süchtig!“, so zumindest heißt es auf dem Klappentext des Buches „Höllental“ und ich kann diese Aussage einfach nur bekräftigen. Bisher habe ich alle Bücher von Andreas Winkelmann verschlungen und auch „Höllental“ hatte ich wieder super schnell ausgelesen. Es hat mich wiederholt gefesselt, schon von Beginn an.

In diesem Buch geht es um eine junge Frau, welche so fest entschlossen ist, sich in der Höllentalklamm in die Tiefe zu stürzen, dass auch ein Mitglied der Bergwacht sie nicht mehr aufhalten kann. Verfolgt von ihrem letzten entsetzlichen Blick und von Schuld geplagt sucht er nach den Hintergründen des Selbstmordes. Er stößt bei seinen Nachforschungen auf ein furchtbares Geheimnis und zieht die Aufmerksamkeit eines gefährlichen Psychopaten auf sich.

Oktober 2021 – „Immer noch ich. Nur anders“ (Kristina Vogel)

Kristina Vogel – dieser Name war mir immer ein Begriff. Wahrscheinlich vor allem wenn man aus Sömmerda kommt und zudem noch mit ihrer jüngeren Schwester in einem Jahrgang in der Schule war. Ja okay, ich gebe zu, ich habe jetzt nicht jedes ihrer Rennen verfolgt. Dennoch war man irgendwie stolz, wenn eine Weltmeisterin in der eigenen Heimatstadt aufgewachsen ist. 2018 hörte man plötzlich von einem schlimmen Trainingsunfall und hatte noch keinerlei Informationen über das Ausmaß. Es wurde gehofft und die Daumen ganz doll gedrückt.

Durch ihren Instagram-Account konnte ich schon ein Gefühl dafür bekommen, wie lebensfroh und stark Kristina sein muss. Dieses Gefühl hat sich in ihrem Buch „Immer noch ich. Nur anders“ mehr als bestätigt. Dieses Buch strotzt nur so von positiver Energie. Es war so angenehm zu lesen und einen kleinen Einblick in Kristinas Welt zu erhalten. Neben all der Offenheit und Fröhlichkeit ist dieses Buch, ist Kristinas Erzählweise, aber mutmachend und kraftspendend.

September 2021 – „Sommernachtsträume“ (Mary Kay Andrews)

Auf der Suche nach ein wenig leichter Sommerlektüre stieß ich auf einen Titel, welcher diesen Wunsch doch zu erfüllen scheint. „Sommernachtsträume“ von Mary Kay Andrews. Ich muss jedoch gestehen, dieses Buch habe ich vor allem erstmal wegen seines Covers ausgewählt, es erinnerte mich so an meine eigene Terrasse. Auch der Klappentext weckte nicht mein sofortiges Interesse. Ich dachte aber, dass ein Liebesroman mir schon nicht schade würde & ich mich diesem Genre ruhig mal wieder widmen könne.

Der Roman handelt von Riley, die wie jedes Jahr mit ihrer Familie den Sommerurlaub auf der Insel Belle Isle verbringt. Man wird beim Lesen also definitiv vom sommerlichen Inselflair gepackt und bekommt absolutes Fernweh. Schon allein deswegen ist es lesenswert. Die vermeintliche „Liebesschnulze“ entpuppt sich aber als ziemlich vielseitige Geschichte, bei der ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Denn ihr Ehemann taucht nicht wie versprochen auf der Insel für den gemeinsamen Urlaub auf, ihr Haus wird plötzlich verpfändet und die Ereignisse überschlagen sich.

Diese Mischung aus verschiedenen Familiengeheimnissen, etwas Drama und natürlich auch Liebe verleiht diesem Buch absolut seinem Charme. Ich habe Riley schnell ins Herz geschlossen und war zum Ende hin ein wenig traurig, dass ich die knapp 500 Seiten so schnell ausgelesen hatte.

August 2021 – „Das Kuscheltierdrama“ (Prof. Dr. Achim Gruber)

Ohne den Klappentext gelesen zu haben, weckte dieses Buch schon allein nur mit dem Titel sofort mein absolutes Interesse. „Das Kuscheltierdrama. Ein Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere“ von Prof. Dr. Achim Gruber.

Moment, das stille Leiden der Haustiere? Okay, alles klar, darüber muss ich mehr wissen. Mit einem Blick auf meine zwei tierischen Familienmitglieder versank ich also in diesem Buch. Und ich versank wirklich. Innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch verschlungen, was sonst nur ein guter Thriller bei mir schafft. Durch Herrn Grubers sehr angenehme Sprache und umfassenden Erklärungen blieb mein Interesse auf einem konstant hohen Level.

Prof. Dr. Achim Gruber leitet das Institut für Tierpathologie des Fachbereiches Tiermedizin an der Freien Universität Berlin und beschreibt hier verschiedene Fälle aus seiner Praxis, bei welchen „unsere“ Haustiere bewusst oder unbewusst zu Schaden kamen und sorgt somit für Aufklärung. Einige dieser Fälle trieben mir Tränen in die Augen, andere die Verblüffung ins Gesicht.

Es ist definitiv keine leichte Kost, aber wirklich informativ und verrät vor allem so viel mehr über unsere Gesellschaft.

„Es tut mir leid, wir sind noch nicht am Ende. Genau genommen wären wir noch lange nicht am Ende, aber ich will Ihnen nicht noch viel mehr zumuten. Für Sie ist manches von diesem Grauen womöglich neu und ich möchte Sie nicht in die Flucht schlagen. Nein, ich wünsche mir, dass sich Ihr Blick vielleicht verändert und dass Sie womöglich erkennen, dass manches was Sie für niedlich halten, in Wirklichkeit stilles und verkanntes Leiden ist.“

Juli 2021 – „Das Lavendelzimmer“ (Nina George)

Kennen Sie das Gefühl, von einem Buch an einen anderen Ort entführt zu werden? So ging es mir bei „Das Lavendelzimmer“ von Nina George zumindest. Weg von der heimischen Terrasse, saß ich plötzlich in Paris & spürte den Sommer um mich herum. „Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne.“, so beschrieb es Christine Westermann vom WDR und ich kann es nur doppelt und dreifach bestätigen.

Jean Perdu ist ein Buchhändler, welcher die Macht der Bücher wahrlich versteht. Auf seinem Bücherschiff (pharmacie litteraire) in Paris verkauft er Romane wie Medizin fürs Leben. Egal welches Gefühl einen gerade um den Schlaf bringt, er findet das perfekte Buch fürs Seelenheil. Nur sich selbst steht er mit seiner Heilung von langjährigem Liebeskummer im Weg. Bis sich die Ereignisse überschlagen und er sich auf eine abenteuerliche Reise mitten in die Provence und somit wieder zu sich selbst begibt. Auf seiner Reise begleiten ihn Stück für Stück genau die richtigen Zeitgenossen, die er dafür braucht.

Ich sage mal so viel, man bekommt beim Lesen jedenfalls total Lust auf die Wärme und Leichtigkeit des Sommers. Lassen Sie sich überraschen und in die Provence entführen.

Juni 2021 – „Der schaurige Schusch“ (Charlotte Habersack)

Vorurteile…wenn wir ganz ehrlich sind, kennen wir sie alle und haben wir sie alle. Viel zu schnell bilden wir uns eine Meinung, ein Urteil über jemanden und stehen uns somit selbst im Weg denjenigen vielleicht besser kennenlernen zu können.

Genau diese Problematik wird im total lustigen Bilderbuch „Der schaurige Schusch“ von Charlotte Habersack aufgegriffen. Fünf benachbarte Tiere bekommen Panik als der Schusch zu ihnen in die Nachbarschaft ziehen will. Zwar haben sie ihn noch nie persönlich kennengelernt, aber die negative Gerüchteküche über ihn prodelt. Er soll groß, zottelig und muffig – kurz, einfach schaurig sein. Natürlich wollen die Tiere so jemanden nicht in ihrer Nachbarschaft haben. Nur blöd, dass seine Umzugskisten bereits vor der Tür stehen und er alle neuen Nachbarn zu einer Einweihungsparty einlädt.

Ob die Tiere zu dieser Party gehen und ob der schaurige Schusch wirklich so schaurig ist, will ich aber mal noch nicht weiter verraten.